Fokusthema
 
Historische Verkehrswege und Stundensteine im Kanton Bern: Orientierung, Ordnung und Bewegung im Wandel der Zeit
Wer heute auf einer Landstrasse im Kanton Bern unterwegs ist und am Wegrand auf einen alten Stein mit eingemeisselter Wegzeit stösst, begegnet mehr als nur einem historischen Überbleibsel. Stundensteine sind stille Zeugen einer Zeit, in der Entfernungen zu Fuss gemessen wurden, Reisezeiten entscheidend waren und Mobilität staatlich geordnet sein wollte. Sie markieren nicht nur Wegstrecken, sondern erzählen von der Entwicklung eines Verkehrssystems, das Landschaft, Gesellschaft und Verwaltung über Jahrhunderte geprägt hat.

Im Gespräch
 
«Die Sustenpassstrasse ist ein Bijou, das es nur selten im Alpenraum gibt.»
Die 1946 erbaute Sustenpassstrasse wurde in Anlehnung an die in den 1920er-Jahren in Amerika entwickelten «Parkways» als Gesamtkunstwerk in die alpine Landschaft des Gadmertals integriert. Die wohl schönste Passstrasse der Schweiz führt auf der Berner Seite von Innertkirchen über zum Teil markante Kurven zur Passhöhe hin. Beat Kohler, Gemeinderat Meiringen, und Markus Wyss, Kreisoberingenieur OIK I, geben «Im Gespräch» Einblick in die Besonderheiten dieses historischen Objekts von nationaler Bedeutung.

Projekte
 
Neue Wege der Verkehrserfassung im Langsamverkehr
Der Kanton Bern fördert attraktive Velowege gezielt durch eine strategische Planung im Sachplan Velowegnetz, baut die kantonale Veloinfrastruktur auf und leistet den Gemeinden finanzielle Beiträge an wichtige Velorouten. Eine zentrale Grundlage für die Arbeit der Fachstelle Langsamverkehr des TBA sind verlässliche Verkehrsdaten. Das kantonale Velozählnetz erfasst den Velo- und Fussgängerverkehr an relevanten Standorten mit neuer Radartechnologie.

Digitalisierte Abläufe im Gewässerunterhalt mit der Fachapplikation GUN
Seit Juli 2025 setzt das TBA für Beitragsgesuche für Gewässerunterhaltsarbeiten die neu entwickelte Fachapplikation GUN ein. Die bisherige Einreichung per PDF und E-Mail wurde durch einen vollständig digitalen Prozess ersetzt. Dadurch werden Abläufe vereinfacht, Medienbrüche vermieden und die Transparenz für alle Beteiligten erhöht.

Der Biber als Wasserbauingenieur: Renaturierung im Seeland
Die Verbreitung des Bibers nimmt seit Jahren stetig zu. Seine Aktivitäten und deren Auswirkungen sind heute an vielen Gewässern sichtbar, so auch im Seeland. Der Biber spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Gewässern und Landschaften, denn durch seine Bautätigkeiten schafft er strukturreiche und artenreiche Lebensräume.

Spotlight
 
Umsetzungsstrategie zum Umgang mit Risiken aus gravitativen Naturgefahren
Die neue Umsetzungsstrategie des Kantons Bern zeigt, wie Risiken aus gravitativen Naturgefahren heute bewertet und gesteuert werden. Sie baut auf aktuellen Erkenntnissen auf und schafft eine gemeinsame Grundlage für ein koordiniertes Vorgehen.

TBA-Projekt zum Veloinfrastrukturprojekt des Monats gewählt
Das TBA-Projekt «Sanierung Bernstrasse» zwischen Ostermundigen und Deisswil wurde vom ASTRA als «Infrastruktur des Monats April» ausgezeichnet. Im Rahmen der Roadmap Velo zeichnet der Bund eine Lösung aus, die Sicherheit und Attraktivität für den Veloverkehr stärkt. Wir sind stolz auf diese Anerkennung und danken allen Beteiligten für ihr grosses Engagement.

Gewässerrichtplan für die Emme
Die Emme weist auf dem Gebiet des Kantons Bern eine Länge von rund 70 Kilometern und ein Einzugsgebiet von beinahe 1000 km2 auf. Der Gewässerrichtplan Emme mit einem Planungshorizont von 25 Jahren legt behördenverbindlich fest, wo der Hochwasserschutz sichergestellt und die Ökologie aufgewertet werden soll. Akteure auf allen politischen Ebenen bestimmen dazu gemeinsam Massnahmen und stimmen diese räumlich aufeinander ab. 

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3013 Bern

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